Irak-Embargo

Am 25. September 2003 berichtete der Kölner Stadt Anzeiger darüber, dass gegen vier deutsche Unternehmen wegen des mutmaßlichen Exports von Rüstungsgütern an den Irak ermittelt wird. 2001 soll die Rüstungsfirma ohne Erlaubnis Laser, Maschinenteile, Modifikationen und Software an den ehemaligen Militärdiktator Saddam Hussein geliefert haben.

Der sich in Windeck an der Sieg befindende Firmensitz eines Unternehmens sei am 09 September 2003 kontrolliert worden. Die Bundesbeamten begaben sich auf die Suche nach Unterlagen, die die Lieferung eines Präzisionslasers, an den Irak, dokumentieren.

Über eine versteckte türkische Tarnfirma sei der Verkauf erfolgt. Generell spricht man von einem Verstoß gegen das Irak-Embargo. Verteidiger Frank Lange wies die Unterstellungen gegen das Unternehmen zurück. Es handele sich bei den Durchsuchungen um einen Sonderfall. Mehrere deutsche Unternehmen seien involviert, die alle aufgrund von illegalen Rüstungslieferungen ins Visier der Ermittler gerieten.

Kölner Eventmanager verurteilt

Am 29.12.2006 schrieb der Kölner Express, dass ein Kölner Eventamanager das Ex-Pressezentrum am Nürburgring im Jahre 2001 zu einem Gastronomie- und Eventzentrum umgebaut hat. Der Eventmanager wollte Schumi, Gönner sowie Lufthansa, Franjo Poth und Kamps gewinnen. Es sollte alles zum Großen Preis von Deutschland fertig werden, anschließend sollten dort Gala- und Charityabende stattfinden.

Er sagte, er hätte einen „Geldgeber in Liechtenstein“. Dort bestellte er z. B. ein Soundsystem im Wert von 90.000,00 €. Im Juni 2001 fand die Eröffnung statt. Die Handwerker hatten dagegen Pech, da sie kaum Geld sahen. Es wurde derweil beim Amtsgericht Ahrweiler ein Insolvenzverfahren beantragt. Weil ein Eifeler Gastronom die Sache übernahm, bekamen die Gläubiger eine Quote von 40%.

Der Kölner endete vor dem Strafrichter und wurde von Amtsrichter Jürgen Mannebeck zu einer Geldstrafe von 6000,00 € verurteilt. Er wurde wegen Betrug und Insolvenzverschleppung angeklagt. Sein Verteidiger Rechtsanwalt Frank Langen sagte: „Mein Mandant bedauert die Sache zutiefst“.

Verleger angeklagt

Am 21.04.2004 schrieb das Börsenblatt über die Staatsanwaltschaft Köln, die Anklage gegen die ehemaligen Geschäftsführer des Kölner Könermann Verlags, welcher Ende 2001 Insolvenz anmeldete, erhoben hat. Es wird dem Verlagsgründer vorgeworfen, das Insolvenzverfahren verschleppt zu haben. Eine Überschuldung hätte daher bereits Ende März 2001 angezeigt werden müssen. Laut der Sicht von Verteidiger Frank Langen, legt sich die Staatsanwaltschaft auf eine falsche Bewertung der Lagerbestände. Die Anklage berief sich auf die Beurteilung des Insolvenzverwalters vom 08.2002, welcher den Preis der Bücher sehr niedrig einstufte.

Am 19.04.2004 schrieb der Kölner Stadt Anzeiger über den Unternehmer, der wegen Insolvenzverschleppung angeklagt wurde. Er galt lange Zeit als „Shooting-Star“ der Branche. Der Unternehmer zählte Ende der 90er Jahre mit seiner Verlagsgesellschaft zu den Bestsellern des deutschen Buchhandels. Das Verkaufsrezept, preiswerte Qualitätsbücher in großer Auflage, schien lange Zeit aufzugehen. In Europa und Übersee eröffnete der Kölner Verleger Filialen und steigerte seinen Jahresumsatz auf 220 Millionen DM. Trotzdem war er Ende 2001 zahlungsunfähig. Ihm haben die Banken den Geldhahn zugedreht. Daraufhin meldete er am 14.12. Insolvenz an. Laut der Staatsanwaltschaft habe der Verleger die Überschuldung seiner Verlagsgesellschaft nicht rechtzeitig angezeigt. Laut Anklage war die Verlagsgesellschaft bereits Ende 2001 Konkursreif. In der Kreide stand sie mit über 192 Millionen DM. Bis Jahresende soll die Geschäftsleitung den Gang zum Insolvenzrichter vertagen lassen. Besser gesagt hat die Konzernspitze den Langenscheidt Verlag als möglichen Gesellschafter gewonnen. 60 Millionen DM schossen die Münchener im selben Jahr in das sinkende Verlagsschiff. All das konnte den Sturz des Kunstbuchverlegers nicht verhindern, obwohl alles so gut anfing.

Der Verleger ging seit dem Verlassen des Taschen-Verlags 1993 stetig bergauf. Zu Hunderttausenden gingen Kunstbücher, kulinarische Reihen, Enzyklopädien und Fotobildbände über die Theke. Umsatzsteigerungen von 1000 % wurden in den letzten vier Jahren vor dem Crash eingetragen. Der Verleger beging einen Fehler im Jahr 2000, als er Lagerstätten für seine immensen Bücherberge auswählte. Die Lageristen sind mit dem Vertrieb völlig überfordert gewesen. Italienische Enzyklopädien wurden nach Australien geliefert, man wartete zu lange auf Lieferungen und es erhielten Supermarktketten falsche Ware. Der Ex Verlagschef sagte: „Das Ganze war zu jener Zeit eine Nummer zu groß. Immer mehr Kunden weigerten sich, die Rechnungen zu begleichen, teilweise gab es Außenstände von 150 Millionen Mark“. Daher konnte man Exemplare monatelang nicht nachdrucken. Auch Langenscheidt konnte nicht mehr helfen. Das Geld floss laut dem Verleger zu spät. Die bayrische Landesbank kündigte im Dezember 2001 die Kredite. Nun möchte das Gericht über die Genehmigung der Anklage entscheiden. Die Verteidiger beantragten, das Hauptverfahren nicht zu beginnen. Dass die Verlagsgesellschaft nicht bankrott war, wollten die Anwälte mit einem beantragten Gegengutachten beweisen. Laut Rechtsanwalt Frank Langen, welcher einen der Geschäftsführer verteidigt, legt die Anklage falsche Bewertungsmaßstäbe in der Insolvenzfrage zugrunde. Der Fokus liegt in der unterschiedlichen Bewertung der 42 Millionen Bücher, die im Lager sind. „Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf das Insolvenzgutachten, das die Verkaufsbestände preislich viel zu niedrig schätzt“ erklärt der Anwalt. Da das Kapital von den Büchern dargestellt wird, sinkt somit auch der Wert des Unternehmens. „Hätte man die marktüblichen Buchpreise angelegt, wäre die Firma nicht überschuldet gewesen“ sagte Langen. Der Verleger hob hervor, dass inzwischen die alten Bestände von Verlagen aufgekauft wurden und teurer weiterverkauft hätten, als das Gutachten auffasse. Zudem bemängelt der Verleger die taktischen Fehler des Insolvenzverwalters. Daher verlor man ausländische Urheberrechte. „Bücher konnten nicht nachgedruckt werden, da man etwa Fotorechte neu erwerben musste“. Es wurden fünf Millionen Exemplare vernichtet, weil das Geld für ein neues Copyright fehlte.

Am 13.09.2004 schrieb der Kölner Stadt Anzeiger über den Kölner Verleger, der den Zusammenbruch seiner Firma nur knapp überstanden habe. Gegen den 45-jährigen Ex-Firmenchef und seinen zwei mitangeklagten Geschäftsführer sind die Strafverfahren gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden. Den Argumenten des Angeklagten ist das Amtsgericht gefolgt und ließ somit die Anklage nicht zu. Laut Auffassung des Verteidigers Frank Langen, welcher einen der Geschäftsführer verteidigte, legte die Anklage falsche Maßstäbe bei der Beurteilung des Unternehmensvermögens zugrunde. Ähnliche Zweifel empfand das Amtsgericht und hat das Verfahren gegen eine milde Geldauflage ein.